Europalia erstrahlt im Glanze Chinas

Die 22. Ausgabe des Kunst- und Kulturfestivals Europalia steht in den nächsten Monaten ganz im Zeichen von China. 450 Veranstaltungen, darunter 50 Ausstellungen, sind in Zusammenarbeit mit 19 chinesischen Provinzen und Städten und 200 Partnern in Belgien, Frankreich, Deutschland, Luxemburg und den Niederlanden, programmiert.

Seit 1969, dem Jahr seiner Gründung, organisiert Europalia alle zwei Jahre ein großes Kunst- und Kulturfestival, das ein anderes Land in der europäischen Hauptstadt vorstellt.

 

Für Europalia China, das bis zum 14. Februar 2010, auf den Tag des chinesischen Neujahrs andauert, hoffen die Organisatoren auf mehr als 1 Million Besucher.

75 belgische Städte organisieren Ausstellungen, Konzerte, Theater- oder Filmaufführungen, ... In Brüssel aber ist der Großteil der Veranstaltungen geplant.

Mehr als 60 Museen, Bibliotheken und Kulturinstitutionen aus China liefern einen Beitrag. In den kommenden Monaten werden über 1.000 chinesische Künstler erwartet.


 

 

Vier Themen

Um das gewaltige Programm mit mehr als 450 Veranstaltungen übersichtlich zu gestalten, haben die Organisatoren es in vier Themen gegliedert.

"Ewiges China" umfasst u. a. die kunsthistorische Ausstellung "Sohn des Himmels" - Anker des Festivals - über 5.000 Jahre chinesische Geschichte im Brüsseler Palast für Schöne Künste sowie Teezeremonien, chinesische Oper ("Shanghai Peking Opera Troupe" und "Jiangsu Kunqu Opera House") und traditionelle Musik auf tausend Jahre alten Instrumenten.

Eine Ausstellung über chinesische Seidentücher von Nanjing und die Tang-Dynastie geben ebenfalls Einblick in die chinesische Kulturgeschichte.

 

"Zeitgenössisches China" bietet herausragenden chinesischen Künstlern wie Ai Wei Wei - im Tandem mit dem renommierten flämischen Maler Luc Tuymans - eine Bühne. "The State of Things" präsentiert 35 belgische und 25 chinesische Künstler (Palast für Schöne Künste in Brüssel).

In diesem Rahmen sind auch Werke von chinesischen Künstlerinnen zu sehen ("Attitudes" in der Centrale électrique in Brüssel) sowie avantgardistische Architektur und zeitgenössische Fotografie ("Still Life") aktuelles Theater, Elektromusik und zeitgenössischer Tanz.

 

"China in Farben" präsentiert jahrhundertealte Traditionen und Bräuche aus den verschiedensten Regionen Chinas: Kalligrafie ("Der Pavillon der Orchideen"), Neujahrsbräuche, Marionettentheater, Kungfu und Akrobatik machen diesen Teil von Europalia China aus.

"China und die Welt" illustriert die historischen Beziehungen zwischen China und dem Ausland.

Zentrale Ausstellung ist "Die Seidenroute", die an 2.000 Jahre alten Handelsbeziehungen zwischen China und dem Okkzident erinnert.

In diesem Rahmen findet auch eine Ausstellung über "Tschang, Hergé und Der Blaue Lotus" im neuen Hergé-Museum in Louvain-la-Neuve statt.