Belgiens Königspaar beim Papst

Das belgische Königspaar ist im Rahmen der Heiligsprechung von Pater Damian in Rom von Papst Benedikt XVI. empfangen worden. Die Privataudienz im Vatikan dauerte etwa eine halbe Stunde. US-Präsident Obama beglückwünschte unterdessen das belgische Volk zur Heiligsprechung ihres größten Landsmanns.

König Albert II. und Königin Paola trafen bereits zum dritten Mal mit Papst Benedikt XVI zusammen.

Königin Paola war zum Anlass der päpstlichen Audienz in gebrochen-weißer Farbe gekleidet und trug einen leichten Schleier. Dies ist eine Tradition. Nur Königinnen katholischen Glaubens tragen bei solchen Gelegenheiten dieses gebrochene Weiß.

Auch die Begleitung des belgischen Königspaars, Außenminister Yves Leterme und Verteidigungsminister Pieter De Crem - beide flämische Christdemokraten der CD&V -und der Vorsitzende des Senats im belgischen Parlament, Armand De Decker - frankophoner Liberaler (MR), trafen mit dem Heiligen Vater zusammen.

Am Sonntag wird Pater Damian, mit bürgerlichem Namen Jozef De Veuster, in Rom heilig gesprochen. Pater Damian hatte lange Jahre lang auf der Südseeinsel Molokai in Hawaii gelebt und sich da um Leprakranke gekümmert. Er opferte sich selbst, um diesen von der Gesellschaft ausgesetzten Menschen zu helfen und starb auch an dieser Krankheit. Seine Aufopferung für die Schwächsten wurde weltweit zum Vorbild.
 

Glückwünsche von Präsident Obama

Der frischgebackene Friedensnobelpreisträger, US-Präsident Barack Obama, hat inzwischen eine Botschaft an die Belgier gerichtet. In einem Schreiben gab Obama an, dass er ein großer Bewunderer von Pater Damian ist. Obama, der auf Hawaii zur Welt gekommen ist, beglückwünschte das belgische Volk zur Heiligsprechung von Pater Damian:

„Ich will dem Königreich Belgien und seinem Volk meine Glückwünsche aussprechen. Die Belgier dürfen stolz darauf sein, dass sie Pater Damian zu ihren größten Landsleuten zählen können. Pater Damian hat in den Herzen der Hawaianer einen besonderen Platz. Ich erinnere mich an viele Geschichten aus meiner Jugend, die von seiner unermüdlichen Arbeit für die Leprakranken erzählen.“