Entwaldung in Flandern schreitet fort

Nach früheren Planungen sollen in belgischen Bundesland Flandern bis 2007 bis zu 14.000 ha Wald zusätzlich angepflanzt werden. Nur rund ein Drittel davon wurde bisher auch angepflanzt. Die „Woche des Waldes“ soll auf diesen Missstand hinweisen.

2008 wurde im Gegensatz zu diesem Vorhaben die Zustimmung für das Fällen von 156 ha Wald gegeben. Im gleichen Zeitraum entstanden nur 152 ha zusätzliche Anpflanzungen.

In den Augen des Waldbarometers der Vereinigung „Wald in Flandern“ (VBV) ist Flandern dadurch seit Langem wieder „Netto-Entwalder“.
 

Die flämische Landesverwaltung schafft es nicht, die geplanten Ziele umzusetzen. „Seit Jahren schon nicht“, so ein Sprecher der VBV. Die Waldschützer befürchten, das die Negativspirale weiter fortschreitet.

Dabei geht es nicht nur um Rodungen mit amtlicher Zustimmung. Für Verschlimmerung sorgen illegales Baumfällen auf der einen Seite und eine träge Verwaltung auf der anderen Seite.

2007 war das Jahr der Deadline für das Ausführen eines vor Jahren vereinbarten Strukturplans zur Raumordnung in Flandern. Dieser Plan sah die Anpflanzung von 13.664 ha neuem Waldgebiet mit heimischen Baumsorten vor. Knapp 4.000 ha davon wurden auch wirklich bepflanzt - noch kein Drittel der angestrebten Ziele.