Geld für Radwege kaum genutzt

Städte und Gemeinden im belgischen Bundesland Flandern nutzen kaum die freigemachten Landesmittel zum Anlegen von Radwegen. Landesministerin Hilde Crevits (CD&V) zuständig für Mobilität und öffentliche Arbeiten, will prüfen, woran dies liegt.

Die flämische Landesregierung hat seit dem Jahr 2000 knapp 350 Millionen € für kommunale Fahrradwege freigemacht. Doch von diesem Geld sind bis heute nur rund 265 Millionen € genutzt worden.

Ministerin Crevits (Foto) von den flämischen Christdemokraten CD&V prüft derzeit, warum diese Gelder kaum abberufen werden. Ein auf der Hand liegender Grund ist wohl das lange und aufwändige Verfahren, das in Flandern für das Anlagen von Radwegen gehandhabt wird. Dieses Verfahren soll nun deutlich vereinfacht und in der Dauer verkürzt werden.

Doch im Kabinett der Ministerin für öffentliche Arbeiten und Verkehr werden alle laufenden Prozeduren und Anträge durchgeforstet um nachzuschauen „wo der Schuh drückt“, so Ministerin Crevits. Einige Verzögerungsgründe kristallisieren sich dabei bereits heraus: Anpassungen von Straßengräben, Abwasserkanälen und Bürgersteigen, sowie Enteignungen von privatem Eigentum.