GDF Suez weigert sich zu zahlen

Auf einer Pressekonferenz in Paris kündigte GDF-Suez-Boss Gérald Mestrallet an, dass er sich weigere 500 Millionen Euro zum belgischen Staatshaushalt beizutragen. Haushaltsminister Guy Vanhengel (Open VLD) sagte, er sei von der Reaktion nicht überrascht.

Während der Haushaltsverhandlungen vergangene Woche hatte die Regierung beschlossen, dass Electrabel ab 2010 jährlich einen Beitrag zwischen 215 und 245 Millionen Euro als Gegenleistung dafür zahlt, dass die Atomkraftwerke in Doel und Tihange länger in Betrieb bleiben.

Die Regierung hatte von dem Energieriesen vor nicht allzu langer Zeit ebenfalls verlangt, 2009 einen Beitrag von 500 Millionen Euro zu leisten.

Die Muttergesellschaft von Electrabel, der französische Holding GDF Suez, erhebte Einspruch gegen diesen Beschluss.

Haushaltsminister Guy Vanhengel reagierte nicht überrascht auf Mestrallets (Foto) Aussage: "Wir wussten das schon lange."

500 Millionen Euro aus dem Haushalt gestrichen

"Weil wir wussten, dass Suez diese Beiträge bestreiten würde, haben wir sie bei der Haushaltskorrektur herausgenommen."

Die Enttäuschung über die Mindereinnahmen ist bereits überwunden, so Vanhengel: "Das wichtigste war ein guter Deal für 2010, 2011 und alle darauffolgenden Jahre", so der Haushaltsminister.

"Die fehlenden 500 Millionen Euro muss der Staat jetzt leihen. Dadurch wächst die Staatsschuld, aber wir wissen auch, dass wir das Geld in den nächsten Jahren eintreiben werden und dass die Staatsschuld sinken wird."