Colruyt kauft Milch direkt beim Bauern

Die Supermarktkette Colruyt hat ein Abkommen mit mehreren Bauern im Wallonisch-Brabant ausgehandelt, um dort pro Jahr 200.000 l Frischmilch zu kaufen. Sollte das Projekt Erfolg haben, wird es ausgebreitet.

Die Milch wird nachts bei Bauern in Braine-Alleud, Petit-Enghien und Rebecq in Wallonisch-Brabant eingesammelt, von einer Firma in Sint-Pieters-Leeuw pasteurisiert und direkt an Colruyt geliefert.


 

Wie viel die Supermarktkette für die Milch zahlt, steht noch nicht fest. Es ist aber das erste Mal, dass die Milchbauern ihren Preis selber bestimmen können.

In den letzten Monaten haben die Milchbauern aus Belgien und Europa wiederholt gegen die niedrigen Milchpreise protestiert. Die Produktionskosten übersteigen die Einnahmen aus dem Milchverkauf und drängen viele Milchbauern an den Rand des Ruins.

Auch die Supermarktketten und Vertriebszentren ernteten heftige Kritik der Bauern, die darauf hinwiesen, dass die Milchpreise in den Regalen viel teurer sind. Woraus sich schließen lasse, so die Bauern, dass Supermärkte und Vertriebe abkassieren.

Colruyt ist die erste Supermarktkette, die direkt mit den Bauern verhandelt.