Fünfjähriger stirbt an Schweinegrippe

Laut Grippe-Kommissar Marc Van Ranst gehörte der Junge, der am Donnerstag an der Schweinegrippe gestorben ist, einer Risikogruppe an.

"Das Kind vereinigte mehrere Risikofaktoren", so Van Ranst, "bei gleichaltrigen ohne diese Risikofaktoren stellt die Grippe kein Problem dar."

"Junge Kinder werden Altersgenossen mit dem Grippevirus vermutlich schneller anstecken. Aber ihr Risiko, um ernsthaft krank zu werden, ist nicht höher und niederiger als mit dem normalen Grippevirus."

 

Impfungen ab nächster Woche

Inzwischen sind die Impfungen gegen die Schweinegrippe verfügbar. Ab nächster Woche wird zuerst alle Personen geimpft, die im medizinischen Sektor arbeiten. Anfang November folgen die Risikogruppen. 

Vorläufig ist keine weiträumige Impfung geplant. Erst wenn die Grippe größere Ausmaße annimmt als die normale saisonale Grippe, ergreift die Regierung entsprechende Maßnahmen.

Parlament erteilt Regierung Sonderbefugnisse bei Epidemie

Die Abgeordneten haben der Bundesregierung Sonderbefugnisse erteilt, sollte der Ausbruch der Schweinegrippe in eine Epidemie ausarten.

Im Entwurf heißt es, dass die Regierung die Armee aufrufen kann, um die Impfdosen zu verteilen.

Impfungen sind von gesetzeswegen jedoch nicht verpflichtet.