Straßenverkehr: Kinder reagieren wie ihre Eltern

Kinder kopieren auch im Bereich Straßenverkehr das Verhalten ihrer Eltern. Von Fahrradhelmen und Leuchtjacken halten sie nichts, aber den Sicherheitsgurt im Auto legen fast alle an, wie „Karrewiet“, das VRT-Nachrichtenprogramm für Kinder, in einer Umfrage herausfand.

In Belgien sinken die Zahlen der Verkehrsopfer im Allgemeinen stetig, aber bei Kindern und Jugendlichen gehen sie leider weiter in die Höhe. Bei „Karrewiet“ läuteten die Alarmglocken und die Redakteure fragten bei 785 flämischen Kindern im Alter zwischen 8 und 12 Jahren nach, wie sie sich im Straßenverkehr verhalten, was sie gut finden und was sie ablehnen.

Die Verkehrsregeln an sich halten die Kinder für kompliziert. Sie verstehe, zum Beispiel nicht, wie die Vorfahrtsregeln funktionieren.

Und auf Fragen, ob es zum Beispiel erlaubt ist, während des Radfahrens Musik über den i-Pod-Kopfhörer zu hören, erhalten sie keine klaren Antworten.

Die Eltern und andere Erwachsene haben, vielleicht ohne es wirklich zu wissen, Vorbildfunktion - leider auch im negativen Sinne. Kinder mögen zum Beispiel keine Fahrradhelme.

Die meisten Erwachsenen fahren ohne die Helme und so halten die Kinder diese auch für wenig „cool“.

In Sachen Sicherheitsgurte sind die Kinder allerdings so konsequent, wie ihre Eltern. Fast alle der befragten Kinder legen ohne Probleme den Sicherheitsgurt im Auto an.

Dies ist im belgischen Bundesland Flandern aber auch auf eine gelungene Infokampagne zurückzuführen, denn die Comicfigur „Das Gürteltier“ kennt hier jedes Kind…

Das Belgische Institut für Verkehrssicherheit (BIVV) gab inzwischen an, mit den Umfrageresultate der „Karrewiet“-Redaktion in Zukunft Rechnung zu tragen.