Ein Hacker bedroht Belgacom

Ein Hacker will tausende Passwörter von Belgacom-Kunden veröffentlichen, wenn das Kommunikations-Unternehmen nicht sofort sein Downloadlimit aufgibt. Belgacom nimmt diesen Erpressungsversuch ernst und reicht Klage bei der Justiz ein.

Der belgische Kommunikationsmulti Belgacom hat Klage gegen Unbekannt eingereicht.

Ein bisher nicht identifizierter Computerhacker droht dem Unternehmen damit, tausende Angaben von Kunden im Internet zu veröffentlichen. Rund 30 Namen inklusive Passwörtern hat er schon ins Netz gestellt.

Der Hacker droht damit, alle Passwörter und Namen, die er nach einem angeblichen Sicherheitsleck bei Belgacom gestohlen haben will, zu veröffentlichen, wenn der Internetanbieter nicht so schnell wie möglich sein Downloadlimit aufgibt.

Belgacom prüft derzeit, ob die etwa 30 veröffentlichten Angaben stimmen und gibt an, dass ein Sicherheitsproblem derzeit nicht bestehe.

„Vendetta“

Der Hacker selbst nennt sich „Vendetta“ und gibt an, von den USA aus zu operieren, auch wenn er Belgier sei. Er gibt auch an, über Angaben und Passwörter von 285.000 Belgacom-Internetkunden zu verfügen. Diese wolle er veröffentlichen, falls das Unternehmen nicht bis zum 30. November seine Forderungen erfülle.

Der Hacker will Sicherheitsprobleme bei der Belgacom BBOX 2 und bei den VDSL2-Internetverbindungen gefunden haben und so an die Angaben gekommen sein. Stimmt das, dann muss Belgacom eine neue Firmware für ihre Modems einführen.