Finanzprobleme in Privathaushalten

Die belgischen Sozialhilfezentren schlagen Alarm! Immer weniger Familien gelingt es, Basisausgaben, wie Miete, Gas, Strom oder Wasser zu begleichen. Zahlenmaterial der Flämischen Vereinigung der Städte und Gemeinden (VVSG) bestätigen dies.

Alleine im belgischen Bundesland Flandern ist dieses Jahr die Zahl der Haushalte, die ihren Stromanschluss von ihrem Energielieferanten gekappt bekamen, um 13 % gestiegen.

Auf der einen Seite mag es nicht wenige Menschen geben, die ihren Finanzhaushalt falsch einschätzen oder keinen Überblick mehr haben, doch auf der anderen Seite wird die Gruppe derer, die mit ihrer Sozial- oder Arbeitslosenhilfe die normalen laufenden Kosten schon nicht mehr begleichen können, schnell größer.
 

In Flandern sind derzeit rund 11.000 Familien von der Kündigung aus ihrer Mietwohnung bedroht, da sie ihre Miete nicht mehr begleichen können. Die Dunkelziffer wird wohl noch dramatischer sein.

Wer in eine solche Not gerät, der kann sich an sein örtliches Sozialhilfezentrum wenden. Hier wird in erster Linie zwischen Mieter und Vermieter vermittelt.

Aber finanzielle Hilfen oder die Suche nach eventueller Sozialwohnung ist oft die Folge davon.

Die Flämische Vereinigung der Städte und Gemeinden (VVSG) ruft die Landes- und Bundesregierungen auf, sich mehr für diese Gruppe innerhalb unserer Gesellschaft einzusetzen.