Kgl. Museen: "Delvaux und die Antike"

Zum ersten Mal seit 12 Jahren findet in Belgien wieder eine große Ausstellung über den Maler Paul Delvaux statt: "Delvaux und die Antike" zeigt Werke, die dem großen Publikum weniger bekannt sind.

Wer die Werke von Paul Delvaux kennt, weiß, dass die bevorzugten Motive des Malers Bahnhöfe und nackte Frauen sind.

 

Die Königlichen Museen für die Schönen Künste fokussieren sich auf seine Faszination für die Antike, die ihm als unerschöpfliche Inspirationsquelle bei vielen Werken gedient hat.

"Delvaux betrachtete die Antike als höchste Kulturebene, die die Menschheit je erreicht hatte", sagt Kuratorin Inga Rossie: "In den 30er und 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts bricht die "Unzivilisation" aus und Delvaux stellt Natur und Antike als Gegensätze gegenüber."

Delvaux arbeitet mit Bildern aus der Antike als Gegengift zum aufkommenden Faschismus. Allerdings wusste der Künstler auch nicht, welche Botschaft er genau verbreiten wollte: "Delvaux wollte nicht unbedingt jedem die gleiche Botschaft mitteilen", sagt Rossie: "Die Kunst spricht für jeden eine andere Sprache."

 

Praktisch

Die Ausstellung läuft noch bis zum 30. Januar 2010 in den Königlichen Museen für Schöne Künste in Brüssel.