Krippe verurteilt für Tod Baby Milan

Drei Jahre nach dem Tod eines Babys in Mechelen sind eine Kinderpflegerin und die Betreiberin einer Krippe zu 8 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Außerdem ist es ihnen künftig untersagt, Kinder unter drei Jahren zu betreuen.

Das Baby war 2006 in der Krippe an seinem Erbrochenen erstickt. Erst war davon ausgegangen worden, dass Baby Milan den Wiegentod gestorben war, was sich aber als falsch herausstellte.

Den Angeklagten wurde Nachlässigkeit vorgeworfen. Sie sollen zu lange damit gewartet haben, den Notarzt zu verständigen.

In der Zwischenzeit hatten sie außerdem vier Kinder weggebracht, die zu viel in der Kinderkrippe waren.

Die Kinderkrippe „De zeven dwergen“ (dt.: Die sieben Zwerge) blieb in Abwartung des Prozesses aber geöffnet und wird das wohl auch in Zukunft bleiben. Die Mutter der verurteilten Betreiberin wird demnach die Geschäftsführung übernehmen. In der Krippe arbeiten vier Kinderbetreuerinnen.

„Kind en Gezin“ (dt.: Kind und Familie), die flämische Aufsichtsbehörde für die Kinderbetreuung, will die Kinderkrippe nach dem jetzigen Urteil nicht schließen, kündigte aber strenge Kontrollen an.