Belgien besserer Wirtschaftsstandort

Ein Anfang Oktober veröffentlichter Bericht („Ease of Doing Business Index“) der Weltbank belegt, dass Belgien bei den Standortvorteilen für Unternehmen noch vor Deutschland, Frankreich und den Niederlanden liegt.

Auch im Bereich Lebensqualität schlägt Brüssel laut eines Berichts des Anbieters von Datenlösungen ECA alle anderen wichtigen europäischen Wirtschaftsmetropolen wie London, Frankfurt oder Paris.

Der „Ease of Doing Business Index“ der Weltbank wird seit 2001 veröffentlicht. Er liefert einen breiten Überblick über die Wirtschaftsfreundlichkeit eines Landes.

Die wachsende Bedeutung Brüssels als Unternehmenszentrum und die Bemühungen der verschiedenen Regierungen Belgiens, um die Attraktivität des Standorts für Unternehmen zu erhöhen, haben Belgien nun vor Frankreich und Deutschland aufsteigen lassen.
 

Belgien zwei Plätze vor Deutschland und Frankreich

Sechs Schlüsselfaktoren sorgen für Standortvorteile: ein großes Angebot qualifizierter Fachkräfte, eine innovationsfreundliche Kultur, eine Weltklasse-Technologie im Bereich der Infrastruktur, ein stabiles gesetzliches Regelwerk zum Schutz geistigen Eigentums, eine tragfähige, offene und wettbewerbsfähige Wirtschaft und eine Staatsführung, die die Ausgewogenheit von Technologieförderung und freier Markteinwirkung begünstigt.

Belgien erreicht im weltweiten Vergleich den 18. Rang – und liegt damit auch hier zwei Plätze vor Deutschland und Frankreich, die sich den Rang 20 teilen.

Selbstverständlich ist die Nähe zu wichtigen europäischen Institutionen, wie der Europäischen Kommission, auch ein wichtiger Standortvorteil.

Attraktives Steuersystem für Unternehmen

Von einem attraktiven Steuersystem, mit dem ausländische Unternehmen beispielsweise von einer 100-prozentigen Steuerbefreiung auf den Nettogewinn aus der Veräußerung von Unternehmensbeteiligungen profitieren können oder von einem unbeschränkten Verlustvortrag, dem so genannten „Zinsabzug auf Risikokapital“, über die Mehrsprachigkeit der belgischen Fachkräfte, die in der Regel neben Französisch und Niederländisch auch Englisch und oftmals Deutsch sprechen bis hin zu einem kostengünstigen Immobilienmarkt, der im Vergleich zu entsprechend großen deutschen Wirtschaftszentren günstiger ausfällt – Brüssel und Belgien hat für ausländische Investoren viel zu bieten.

(Quelle: www.property-magazine.de)