Leuven und Ittre streiken weiter

Nach der dramatischen Geiselnahme in der Vollzugsanstalt von Leuven, am vergangenen Donnerstag, hat das Personal beschlossen noch bis Donnerstag zu streiken. Die Gefängniswärter von Ittre wollen bis zum 11. November weiterstreiken.

Die Gefängniswärter von Leuven wollen ihre Arbeit erst wieder aufnehmen, wenn schriftlich festgehalten wird, wann die versprochenen Sicherheitsmaßnahmen ausgeführt werden. Das haben die Wärter am Montagmorgen auf einer Versammlung vereinbart.

Gestern waren bei einer Durchsuchung der Zellen 50 scharfe Gegenstände gefunden worden.

Noch ist die Haftanstalt nicht sicher genug, um den Zellenbereich erneut betreten zu können, hieß es bei der christlichen Gewerkschaft. Die Gefängniswärter wollen, dass die Häftlinge auch eine Art Verhaltenskodex unterzeichnen.

Ittre: längster Streik seit je

In der Vollzugsanstalt von Ittre wollen die Wärter bis zum 11. November streiken. Damit kündigt sich der längste Streik in der Geschichte der Anstalt an.

Das Personal legte die Arbeit am vergangenen Donnerstag, aus Solidarität mit den Kollegen aus Leuven, nieder.

Auch sie fordern strengere Sicherheitsmaßnahmen. Innerhalb eines Jahres kam es in Ittre zu vier Geiselnahmen. Die Wärter fordern ein Sondereinsatzteam, das bei Konflikten einschreiten kann.