Janssen Pharmaceutica streicht 558 Jobs

Fast 600 Arbeitsplätze werden in den kommenden drei bis vier Jahren beim belgischen Pharma-Multi Janssen Pharmaceutica abgebaut. Das wurde offiziell nach einen außerordentlichen Betriebsratssitzung angekündigt.

Johnson & Johnson, die Konzernmutter von Janssen Pharmazeutica, will weltweit 6 bis 7 Prozent Arbeitsplätze streichen.

„Leider hat dies in unserem Land den Verlust von 558 Vollzeitstellen zur Folge und diese in der Produktion, der Forschung und der Entwicklung und dies in den Niederlassungen in Beerse, Olen und Geel“, sagte CEO Tom Heyman nach Ablauf der Betriebsratssitzung während einer Pressekonferenz.

2010 ist der Abbau von 318 Stellen geplant, die 240 anderen Kündigungen sind für die darauffolgenden Jahre geplant. Janssen Pharmaceutica beschäftigt in Belgien insgesamt 4.200 Mitarbeiter.

Diese erneute Sanierungsrunde ist bereits die vierte. Auch 2002, 2007 und 2008 gingen insgesamt 850 Jobs verloren.

Begründet wird die betriebsbedingte Kündigungswelle mit den gestiegenen Kosten. „Die Pharma-Branche hat schon seit Jahren ein strukturelles Problem. Es wird immer schwieriger und teurer Medikamente zu entwickeln“, heißt es. Außerdem sind verschiedene Patente abgelaufen und das hatte erhebliche Einkommensverluste zur Folge.

„Diese Reorganisation ist schmerzlich, aber sie ist die einzige Möglichkeit um innerhalb von Johnson & Johnson ein bedeutendes Expertise-Zentrum zu bleiben“, erklärte Heyman. Er sieht auch weiterhin eine Zukunft für Janssen Pharmaceutica.

„Gemeinsam mit den Schwesterbetrieben Tibotec und Virco werden wir uns auf die Erforschung und Entwicklung von Therapien für medizinische Bedürfnisse konzentrieren, für die es noch keine befriedigenden Lösungen gibt.“