GDF und E.ON tauschen Erzeugerkapazität

Der französische Konzern GDF SUEZ und der deutsche Versorg E.ON haben nach Zustimmung durch die zuständigen Kartellbehörden den bereits im Juli vereinbarten Tausch von Erzeugungskapazität endgültig vollzogen.

GDF SUEZ, die Konzernmutter des belgischen Energieversorgers Electrabel, erwirbt von E.ON konventionelle Erzeugungskapazitäten in Höhe von 860 Megawatt sowie 132 Megawatt aus Wasserkraft. GDF SUEZ erhält darüber hinaus Strombezüge aus 700 Megawatt Kernkraft-Kapazitäten in Deutschland.

E.ON erwirbt im Gegenzug von GDF SUEZ das Kohle- und Biomasse-Kraftwerk im belgischen Langerlo (556 Megawatt), das Gaskraftwerk Vilvoorde (385 Megawatt) sowie Strombezüge aus Kernkraftwerken mit Lieferpunkten in Belgien und den Niederlanden aus einer Kapazität von insgesamt 770 Megawatt.

Die jetzt abgeschlossene Transaktion wird den Wettbewerb auf den integrierten Strommärkten Nordwesteuropas maßgeblich stärken.

Electrabel (Group GDF SUEZ), das bei der Stromerzeugung in Belgien de facto fast ein Monopol hatte, verringert innerhalb eines Jahres ihren Anteil an der Stromerzeugung in Belgien von 83 auf 65 Prozent.

Für E.ON ist der Tausch mit GDF SUEZ auch Teil der wettbewerbsfördernden Maßnahmen für den belgischen und deutschen Energiemarkt, zu denen sich beide gegenüber der EU-Kommission 2008 verpflichtet hatte. (Quelle: www.umweltruf.de)