Armee zensiert Gewerkschaftsplakate

Den Gewerkschaften bei der belgischen Armee ist von Seiten Armeeführung untersagt worden, weiterhin Schmähplakate gegen Verteidigungsminister Pieter De Crem (CD&V) zu verbreiten. Diese würden den Minister unsachlich beleidigen.

Die flämische Tageszeitung Het Nieuwsblad meldet in ihrer Samstagsausgabe, das die Armeeführung das Verbot mit dem Argument, die Plakate enthielten keine Informationen allgemeiner Art und seien lediglich beleidigend, begründet.

Die Plakate, die die Militärgewerkschaften in den Kasernen aufhängten, sind Aufrufe, sich am 15. November an einer Demonstration gegen die Reformpläne von Bundesverteidigungsminister De Crem zu beteiligen. Dieser plant die Schließung von Standorten und den Abbau von Arbeitsplätzen, sowie von technischem Material

Die Slogans, die den Anstoß bei der belgischen Militärführung erregt hatten, lauteten: "Wer glaubt CREMbo noch?" und (in Niederländisch) "Stop De CREMinaliteit" - Wortspiele in Anspielung auf dessen Namen.

Damit würden die empörten Soldaten ihren Aufsichtsminister beleidigen, was nicht zu Sache beitrage, hieß es in weiteren Kommentaren von Seiten der Armeeführung.