Impfungen für Risikopatienten

Am heutigen Samstag läuft die zweite Phase der Impfkampagne gegen die Schweinegrippe A/H1N1 in Belgien an. Bisher wurde die Impfung Hausärzten und Beschäftigten im Gesundheitswesen angeboten. Ab sofort wird sie auch Risikopatienten verabreicht.

Jetzt können sich auch andere Risikogruppen kostenlos impfen lassen. Gegen die Schweinegrippe sollten sich alle Personen, die älter als sechs Monate sind, impfen lassen, bei denen im Falle einer Ansteckung ein erhöhtes Risiko auf Komplikationen besteht.

Das sind vor allem all diejenigen, die in der Kinderbetreuung beschäftigt sind, also auch Lehrkräfte. Schwangere Frauen im zweiten und dritten Trimester der Schwangerschaft und alle Eltern von Kindern unter sechs Monaten, sollten sich ebenfalls impfen lassen, wie die belgischen Gesundheitsbehörden empfehlen.

Empfohlen wird die Impfung auch bei Menschen mit chronischen Erkrankungen, weil bei diesen eine Ansteckung mit der Schweinegrippe bei Komplikationen lebensbedrohend sein könnte.

Dies gilt u.a. bei Patienten mit einer chronischen Erkrankung der Atemwege, einer chronischen Herzerkrankung oder einer Immunschwäche und für Diabetiker. Empfohlen wird die Impfung auch Obdachlosen.

Für alle diese Gruppen ist die Impfung kostenlos. Der Impfstoff ist aber nur beim Hausarzt erhältlich. Der Arztbesuch wird vollständig von der Krankenkasse zurück erstattet. Notwendig ist hierfür die SIS-Karte, eine Chipkarte mit medizinischen und Krankenkassen-Angaben, die jeder belgische Bürger stets bei sich tragen sollte.

In Belgien sollen sich bisher laut aktuellen Hochrechnungen etwa 130.000 Personen angesteckt haben. Erwartet wird in absehbarer Zeit ein neuer Höhepunkt der Schweinegrippe.

Weitere Informationen bietet die Internetseite www.influenza.be.