"Nicht prioritäre" Fußballer geimpft

Nachdem die Spieler der Erstligisten Standard und Anderlecht gegen die Schweinegrippe geimpft worden sind, hat das Grippe-Kommissariat eine Untersuchung angekündigt. Die Haltung der Klubs, die ihre Spieler impfen lassen, sei fragwürdig, so die Behörde.

Dem Sprecher von RSC Anderlecht zufolge haben sich die Spieler am Wochenende auf freiwilliger Basis gegen die Schweinegrippe impfen lassen.

 

Die Spieler von Club Brügge sollen Dienstag geimpft werden, so heißt es bei diesem Klub aus der ersten Liga.

Die Spieler von Standard Lüttich sind nach dem Spiel am Sonntag gegen den A/H1N1-Virus geimpft worden. Die Impfstoffe wurden vom medizinischen Betreuerstab der Klubs verabreicht.

Grundsätzlich sollen in Belgien zurzeit nur Risikogruppen geimpft werden (Eltern, mit Kindern unter sechs Jahren, schwangere Frauen, Personen in medizinischen Berufen, ...).

Das Grippe-Kommissariat "Influenza" hat die Haltung der Fußballklubs als unverantwortlich bezeichnet. Impfungen von Personen, die wirklich dringend geimpft werden müssen, könnten durch die Vorzugsbehandlung der Fußballelite gefährdet sein.

"Wir haben keine polizeilichen Befugnisse, aber wir vertrauen auf das deontologische Bewusstsein der Ärzte", so das Kommissariat.

260.000 Impfungen während des Wochenendes

Während der zweiten Impfungsphase sind 260.000 Impfdosen gegen die A/H1N1-Grippe an Risikogruppen verabreicht worden.

Bei dieser Zahl handelt es sich um eine Schätzung.

Viele Ärzte weigern sich noch das System eHealth zu benutzen. Mit dieser Software können die Ärzte die geimpften Patienten registrieren. Viele aber betrachten eHealth als eine Verletzung der Privatsphäre.