“Last Post” zum 27.933. Mal gespielt

In Belgien ist der Waffenstillstand des ersten Weltkriegs ein offizieller Feiertag. Im ganzen Land ist der 91. Jahrestag des Kriegsendes der Anlass für Erinnerungszeremonien und dies unter anderem in Ypern und Brüssel.

An der Brüsseler Kongress-Säule, dem Kriegerdenkmal der belgischen Hauptstadt, fand dieses Jahr die zentrale Gedenkfeier statt. König Albert II, Premier Herman Van Rompuy, die Vizepremiers und die Parlamentsvorsitzenden von Kammer und Senat gedachten der Gefallenen der beiden Weltkriege.

Der König legte einen Blumenkranz am Denkmal des unbekannten Soldaten ab. Ehrengäste der Feier waren die Kriegsveteranen.

In Ypern fand am Menen-Stadttor eine große internationale Gedenkfeier für die vermissten Soldaten des 1. Weltkriegs statt. In dem Stadttor sind die Namen von 55.000 Soldaten eingraviert, die kein offizielles Grab haben.

Wie jedes Jahr aufs Neue waren tausende Menschen vor dem Menen-Tor und auf dem Rathausplatz zusammengekommen. Anwesend waren auch Persönlichkeiten aus In- und Ausland.

Unter anderem der flämische Vize-Ministerpräsident Geert Bourgeois und Belgiens Außenminister Yves Leterme waren anwesen. Um Punkt 11.15 Uhr wurde, wie seit Kriegsende jeden Tag der „Last Post“ geblasen und dies inzwischen schon zum 27.933. Mal.