Belgiens Restaurants bald billiger?

Das belgische Regierungskabinett hat die Senkung des Mehrwertssteuersatzes auf Speisen im Restaurant- und Gaststättengewerbe von 21 auf 12 % abgesegnet. Die Senkung tritt ab dem 1. Januar in Kraft.

Seit vielen Jahren wird im Gaststättengewerbe über den hohen Mehrwertsteuersatz geklagt. Mehr als ein Fünftel dessen, was der Gast im Restaurant für Speis und Trank bezahlt, ist bislang für die Mehrwertsteuer fällig.

In den meisten Nachbarländern ist es schon seit längerem sehr viel weniger.

Gefordert wurde ein Mehrwertsteuersatz von 6 %, aber so weit wollte die Regierung dann doch nicht gehen. Ab dem 1. Januar müssen Restaurants jetzt nur noch 12 % Mehrwertsteuer berechnen.

Fraglich ist, ob das für die Kunden die Restaurantrechnung verbilligen wird. Viele Gaststätten klagen schon seit Jahren über zu niedrige Gewinnspannen und werden die eingesparten zehn Prozent wohl nicht an ihre Kunden weitergeben.

Im Gegenzug für den niedrigeren Mehrwertsteuersatz soll das Gaststättengewerbe die Schwarzarbeit gezielt bekämpfen und Arbeitsplätze schaffen. Gehofft wird auf 6.000 neue Jobs in den kommenden 18 Monaten.

Ein Branchenverband hofft, dass die Regierung langfristig eine Senkung des Mehrwertsteuersatzes auf 6 % vornimmt, die dem gesamten Gaststâttengewerbe, einschließlich den Kneipen, zugute kommt.