Zoll entdeckt immer mehr Raubkopien

Aus einem Bericht der Behörden für Zoll und Verbrauchssteuer geht hervor, dass 2008 ein Drittel mehr Raubkopien beschlagnahmt worden sind als 2007. Besonders gefragt sind gefälschte Medikamente, die meist für die Dritte Welt bestimmt sind.

Besonders auffällig ist die große Menge illegaler Medikamentkopien.

2008 haben die Behörden zwei Mal einen bedeutenden Fang gefälschter Medikamente auf dem Flughafen von Zaventem gemacht: ein Mal handelte es sich um 1,8 Millionen Pillen, dann um 400.000 Pillen.

Gefälschte Medikamente stellen 36 % der nachgemachten Waren dar.

Laut Noël Colpin von der Zoll- und Verbrauchssteuerbehörde liegen Medikamente im Trend: "Sie stellen eine Gefahr für die Volksgesundheit in Afrika dar, denn die Pillen sind vor allem für den afrikanischen Markt bestimmt. Die Bevölkerung ist zu arm, um Originalprodukte kaufen zu können. Dafür bekommen die Menschen häufig Pillen, die nicht wirken oder die gesundheitsschädigend sind."

Auch der Zigarettenhandel blüht, auch wenn der Anteil im Verhältnis zur Gesamtmenge der beschlagnahmten Waren zurückgeht.

Bei den Drogenfängen hat die Behörde einen Anstieg des Kokains und einen Rückgang von Hasch und Marihuana festgestellt.

Hitparade der Raubkopien

  • Medikamente: 36 %
  • Zigaretten: 25 %
  • Elektronik: 16 %
  • Kleidung: 10 %
  • CDs und DVDs: 7 %
  • Sonstiges: 6 %