15. November ist der Tag des Königs

In Brüssel haben die königliche Familie und die Vertreter der Bundes- und Landesregierungen den Tag des Königs gefeiert. Auch die Deutschsprachige Gemeinschaft feiert am 15. November ihren Festtag.

Laut des deutschen liturgischen Kalenders ist der 15. November der Tag des Heiligen Leopold - der erste belgische König hieß Leopold von Sachsen Coburg-Gotha. 

Laut des römisch-katholischen Kalenders wird am 15. November auch Albert gedacht - womit auch dem aktuellen Staatsoberhaupt Albert II. Rechnung getragen wird.

Früher sprach man vom Tag der Dynastie. Seit einem Rundschreiben von 1953 wird dieser Feiertag aber als Tag des Königs bezeichnet.

 

König Albert feiert nicht

Das Staatsoberhaupt sowie die Königin nehmen nicht an den Feierlichkeiten teil.

Der Tag beginnt mit einem Te Deum in der Kathedrale Sint-Michiels-en-Sint-Goedele in Brüssel. Geladen sind auch die Vertreter der Körperschaften. Anwesend waren u. a. Premierminister Herman Van Rompuy, Außenminister Yves Leterme, der flämische Ministerpräsident Kris Peeters und seine Kollegen der anderen Landesregierungen.

Die ehemalige Königin Fabiola, Witwe des 1993 verstorbenen Königs Baudewijn, trat zum ersten Mal wieder in der Öffentlichkeit auf, nachdem sie wegen einer Lungenentzündung wochenlang im Krankenhaus war.

In seiner Predigt forderte Kardinal Godfried Daneels Achtung für jedes Mitglied der Gesellschaft.

Seit 2001 findet im Nachmittag auch ein Empfang im Parlament statt.

Feiertag der Deutschsprachigen Gemeinschaft

Anlässlich ihres Feiertags hat die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens am 15. November ebenfalls zu einem Empfang ins Haus der Gemeinschaft nach Brüssel geladen.

Im vergangenen Jahr feierte das kleinste Bundesland - ca. 77.000 Einwohner mit eigenem Parlament und Regierung, zuständig für Medien, Kultur, Unterricht, Soziales und Forschung - sein 25-jähriges Bestehen.