Misshandlungen von Gefangenen?

Beamte der Polizeizone Brüssel-Süd sollen Gefangene der Haftanstalt von Vorst in Brüssel schwer misshandelt haben. Die Beamten hatten den Dienst der Wärter während des Streiks vom 22. September und 30. Oktober übernommen.

Dem Vorsitzenden der Kontrollkommission der Brüsseler Vollzugsanstalt, Réginald de Béco, zufolge, sollen zirka 40 Polizeibeamte sowohl die Direktoren und Mitarbeiter als auch die Häftlinge terrorisiert haben.

Verschiedenen Zeugenaussagen zufolge sollen die Polizisten einen Häftling, der telefonieren wollte, geschlagen und verletzt haben. Der Zeitung "Le Soir" zufolge wurde der Mann in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

Am 30. Oktober sollen die Aufsicht ausübenden Polizisten andere Gewalttaten begangen haben. Ein Häftling habe sich vollkommen entkleiden müssen und sei mit einem Knüppel auf dem Rücken und dem Geschlecht geschlagen worden. Einem anderen soll ein Ohr abgerissen worden sein. Ein weiterer Häftling sei mit einer Flasche im Gesicht verletzt worden.

Die Kontrollkommission der Vollzugsanstalt von Vorst hat eine gründliche Untersuchung und strenge Strafen für die Verantwortlichen dieser Gewalttaten gefordert.