EU: OK für Umstrukturierung KBC

Die KBC muss ihre Bilanz um 17 % reduzieren und ihr Risikoprofil senken. In Belgien werden Centea und Fidea verkauft. Ihre so genannten core-Länder in Osteuropa darf die KBC behalten. KBC darf auch weiterhin als Bankversicherer auftreten.

Die für den Wettbewerb zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes (Foto) sagte in einer Pressekonferenz, dass die KBC mit einer "einschneidenden Umstrukturierung" ihre Lebensfähigkeit langfristig wiederherstellen könne und der freie Wettbewerb nicht beeinträchtigt werde.

In Belgien muss KBC die Centea-Bank und die Versicherungsgesellschaft Fidea abstoßen. Auch in Zentral- und Osteuropa wird die KBC Aktivitäten veräußern müssen.

In den Verhandlungen mit der EU-Kommission ist es der KBC gelungen, den Versicherungszweig zu behalten.

Während der Finanzkrise hatte der Bankversicherer verschiedene Hilfen von Flandern und Belgien erhalten. Diese Staatshilfe muss das Finanzunternehmen zurückzahlen. Die EU-Kommission urteilte auch, dass KBC verschlanken muss, weil die Staatshilfen der Bank einen Wettbewerbsvorteil beschert haben.

KBC behält core-Länder in Osteuropa sowie Irland

In Zentral- und Osteuropa muss die KBC ihre Aktivitäten in Russland (Absolut Bank), Serbien (KBC Banka) und Slowenien aufgeben. Für diese Verkäufe stehe die Bank allerdings nicht unter Zeitdruck und könne ein gutes Angebot abwarten, teilte die Bank auf einer Pressekonferenz mit.

Die KBC behält sechs core-Länder, in denen es seine Aktivitäten konzentrieren kann: Belgien, Tschechien, Slowakei, Polen, Ungarn und Bulgarien.

Auch Irland bleibt erhalten.

 

Back to Basics

In Zukunft will KBC ihr Risikoprofil senken und sich auf Bank- und Versicherungsdienstleistungen fokussieren. Vom Investmentbanking zieht sich die Bank zurück.