Zelte für Asylantragsteller am Nordbahnhof

Weil die Aufnahmekapazität der Behörden für Asylantragsteller erschöpft sind, haben fünf NRO ein Zeltlager für zirka 50 Kandidaten gebaut, die keine Unterkunft haben.

Die Initiative geht u. a. von Ärzten ohne Grenzen, dem Flüchtlingshilfswerk Flandern, Caritas International, ... aus.

"Wir verwenden Familienzelte, die wir auch beim Bau von Flüchtlingslagern in Kriegsgebieten oder bei Naturkatastrophen aufstellen. Jedes Zelt kann 10 bis 12 Leute beherbergen. Wir hoffen, dass wir zirka 50 Menschen eine Unterkunft bieten können", reagierte die Vereinigung Ärzte ohne Grenzen.

Das Zeltlager ist auch als ein Protest der Nichtregierungsorganisationen zu verstehen: "Wenn jemand sein Land wegen Krieg oder Gewalt verlassen muss, hat er ein Recht auf eine Unterkunft, wenn er in Belgien ankommt. Weil alle Asylaufnahmezentren belegt sind, stehen diese Menschen seit Wochen buchstäblich auf der Straße", so Pieter De Gryse, Direktor des Flüchtlingshilfswerks Flandern.

Die Probleme werden am Mittwoch von der Regierung besprochen.

Kein Platz mehr beim Brüsseler Sozialhilfeamt

In den Notunterkünften, die die Stadt Brüssel in diesem Winter einrichtet, ist kein Platz mehr für Asylantragsteller.

Zwar werden 150 zusätzliche Betten aufgestellt. Diese sind aber für Obdachlose vorgesehen.

"Uns stehen nicht die Mittel zur Verfügung", sagt der Vorsitzende des Sozialhilfeamts Yvan Mayeur, "für die Asylantragsteller ist die Bundesregierung zuständig."