Ausländische Zeitungen nicht begeistert

Die ausländischen Zeitungen sind nicht begeistert von Herman Van Rompuy als erster europäischer Präsident. Sie bedauern, dass er kein deutliches Profil und keine europäischen Visionen hat. Manche reduzieren den belgischen Premierminister etwas spöttelnd auf einen Dichter von Haikus, der auch in den Vatikan gepasst hätte.

Großbritannien: total stillos

Die britische Presse hatte bereits im Anlauf zur Bestimmung eines EU-Ratspräsidenten kein gutes Haar an Van Rompuy gelassen.

Nach der Entscheidung bemängeln gemäßigte Zeitungen wie The Times oder The Independent, dass die europäischen Staats- und Regierungschefs sich für den geringsten Widerstand entschieden haben. The Guardian bedauert, dass Europa mit diesen Amtsinhabern jede Chance verpasst habe, um sich neben anderen Weltmachten zu positionieren.

Die Sensationsblätter Daily Express und Daily Mail zielen vor allem auf sein Jahresgehalt von 365.000 Euro und er den Steuerzahlen 6 Millionen Euro kosten wird.

Deutschland: Europa will "Nobodies"

Die deutsche Presse bemängelt, dass Van Rompuy und Asjhton nicht fähig sind, ein starkes Europa zu verkörpern.

Die Frankfurter Rundschau schreibt, dass es sich um ein Duo sondern Glanz, Visionen und Erfahrungen handelt. "

Die FAZ fragt, ob diese beiden Figuren fähig sind, den Aufschwung, den der Vertrag von Lissabon versprach, einzulösen.

Die Süddeutsche Zeitung wirft den Staats- und Regierungschefs vor, dass sie sich durch kleingeistige Argumente und Intrigen verwehrt haben, die besten Kandidaten zu ernennen.

Und Der Spiegel, "Mijnheer Harmonie und Lady Geräuschlos", meint, dass Europa auf diese Wahl nicht stolz sein könne.