Fußball-Skandal reicht bis nach Belgien

Informationen der "Süddeutsche Zeitung" sollen zwei Spiele in Belgien (O. Charleroi-Namur und Namur-Oud Heverlee Leuven) von der Wettmafia gekauft worden sein. Die Zeitung konnte die Akte im Fußball-Bestechungsskandal einsehen.

Am Freitag hatte die Staatsanwaltschaft von Bochum einen großen Fußball-Bestechungsskandal bekannt. Dabei fiel auch der Name von Namur, ein belgischer Klub, der in dieser Saison in die dritte Liga abgestiegen ist. 

Laut der "Süddeutsche Zeitung" wurden zwei Fußballspiele verkauft: Olympic Charleroi-Namur (3-0) vom 14. März 2009 und Namur-Oud Heverlee Leuven (0-2) vom 21. März 2009.

Charleroi-Namur soll 17.500 Euro erbracht haben bei einem  Wetteinsatz von 50.000 Euro. Der Sieg gegen Oud Heverlee Leuven soll 39.000 Euro bei einem Einsatz von 100.000 Euro erbracht haben.

Zahlen, die nicht überraschen. Namur konnte nur 13 Punkte in 36 Spielen einholen, kassierte dagegen 89 Tore.

Jean-Marie Philips, Vorsitzender des belgischen Fußballbundes, wird am Mittwoch bei der UEFA in der Schweiz weitere Informationen vom europäischen Fußballbund über die verdächtigen Spiele erfahren.