“Zukunft Opel Antwerpen unsicher”

Ob das Aus für das belgische Opel-Werk in Antwerpen bevorsteht, ist auch nach der GM-Pressekonferenz in Rüsselsheim nicht klar. Hier montieren etwa 2580 Beschäftigte den Opel Astra. Er suche Alternativen, sagte GM-Europa-Chef Reilly.

General Motors hält trotz Überkapazitäten an allen vier Opel-Standorten in Deutschland fest. Doch wird es zu massiven Stellenkürzungen kommen. Dort sollen aber 5300 Stellen, jeder fünfte Arbeitsplatz, gestrichen werden.

Neben Deutschland soll demnach auch Belgien mit einem Abbau von 2000 Arbeitsplätzen die größte Last schultern. Ob damit das Aus des belgischen Werks in Antwerpen bevorsteht, ist aber noch unklar.

„Wir erwarten einen Beitrag der Mitarbeiter und hoffen, Hilfe von den Regierungen zu bekommen, sagte GM-Europache Nick Reilly (Foto). „Unsicher“ sei nach wie vor die Zukunft des Astra-Werkes im belgischen Antwerpen. Eine Arbeitsgruppe solle verschiedene Möglichkeiten für den Standort ausloten.

Widerstand

Die Arbeitnehmervertreter von Opel haben Widerstand gegen den Sanierungsplan der US-Mutter General Motors (GM) angekündigt: „Der Betriebsrat und die IG Metall werden dieses
Vorgehen, die Sanierung von Opel in Europa zulasten von Deutschland und Belgien durchzuziehen, nicht akzeptieren“, sagte Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz am Mittwoch in Rüsselsheim.

Für Flanderns Ministerpräsident Kris Peeters ist die Zukunft des Antwerpener Werks noch offen. Im flämischen Parlament sagte Peeters am Mittwochnachmittag, er werde in den nächsten Stunden, Tagen, Wochen und Monaten alles dafür tun, damit Opel Antwerpen auf Dauer eine Zukunft erhalte. Auch Peeters betonte, dass die Berichte über eine Streichung von 2.000 bis 2.600 Stellen in Antwerpen nicht bestätigt seien.