DHL: 788 Menschen verlieren ihren Job

In den nächsten zwei Jahren wird der Kurierdienst DHL in Diegem bei Brüssel seinen europäischen Hauptsitz definitiv nach Bonn verlegen. 788 Menschen verlieren ihre Stelle. Den Betroffenen wird eine Stelle im Ausland angeboten.

Mit dieser Operation will DHL seine Kräfte bündeln und seine Kernfunktionen konsolidieren. Eine engere Zusammenarbeit mit den DHL-Niederlassungen in Bonn einerseits und andererseits die Nähe der Hauptsitze von DHL-Deutsche Post, des Kernhubs und der Fluggesellschaft in Leipzig und der IT-Zentrale in Prag müssen das Kurierunternehmen wettbewerbsfähiger machen.

Der Umzug nach Bonn hat die Streichung von 788 Stellen in Belgien zur Folge. Die meisten Stellen (500) werden im Hauptquartier in Diegem abgebaut. Aber auch bei DHL auf dem Flughafen von Zaventem, beim Sortierzentrum und bei der Fluggesellschaft EAT werden Menschen entlassen.

Den betroffenen Arbeitnehmern wird eine Stelle in Bonn, im Hub in Leizig oder im IT Data Centre in Prag angeboten.

Die belgischen Betriebsaktivitäten von DHL bleiben unangetastet. "Sie spielen eine herausragende Rolle für den Service, den wir unseren tausenden belgischen Kunden und deren Millionen von Sendungen bieten", heißt es in der Pressemitteilung.

Niedergeschlagen

Das Personal reagiert mit großer Niedergeschlagenheit auf die Mitteilung, die sie bei einer Versammlung am Donnerstag um 14 Uhr zu hören bekamen.

Kurz nach der Mitteilung fuhren DHL-Kuriere mit ihren Lieferwagen laut protestierend beim Hauptsitz vor.

Die Gewerkschaften fordern von DHL, dass es seine Pläne überdenkt. Die BBTK-Gewerkschaft zweifelt die Argumente an, dass der Umzug eine größere Effizienz ergebe.

Sie rufen Politiker, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel, Herman Van Rompuy als neuer EU-Ratspräsident und Premierminister Yves Leterme auf, sich für Diegem einzusetzen.