Steuer auf privat genutztes Diensthandy

Die belgische Regierung hat am Freitag entschieden, dass Privatgespräche mit dem Handy, das dem Mitarbeiter vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt wird, in Zukunft besteuert werden. Bisher galt das nicht als geldwerter Vorteil.

Aber das soll sich ganz schnell ändern. Für geldwerte Vorteile – etwa ein Firmenwagen, der auch privat genutzt werden darf – müssen der Arbeitgeber und der Nutznießer normalerweise Steuern und Sozialversicherungsbeiträge zahlen.

In den letzten Jahren hat sich in vielen Unternehmen eingebürgert, Mitarbeitern ein Diensthandy mit Kostenpauschale zur Verfügung zu stellen. Damit darf in vielen Betrieben nicht nur beruflich sondern auch privat telefoniert werden. Wenn die Handyrechnung höher als die Pauschale ausfällt, muss der Mitarbeiter den Restbetrag aus der eigenen Tasche bezahlen.

Das bedeutet, wer viel privat telefoniert wird auch zur privat zur Kasse gebeten. Für diese Diensthandy-Nutzer soll sich nichts ändern.

In anderen Firmen dürfen die Mitarbeiter ihr Diensthandy unbegrenzt für berufliche und private Gespräche nutzen. Das wird ab jetzt wohl als geltwerter Vorteil dem Gehalt gleichgestellt und dann werden Steuern und Sozialabgaben fällig.

Falls nicht nachvollziehbar ist, welcher Anteil auf Berufs- oder Privatgespräche entfällt, geht das Finanzamt davon aus, dass die Firma die privaten Gespräche mit den Diensthandys jährlich mit 150 € subventioniert. Dieser Betrag wird dann steuer- und sozialabgabepflichtig. Die neue Regelung tritt frühestens am 1. April 2010 in Kraft.