Kontingent in Afghanistan steigt leicht

Der belgische Beitrag zur ISAF-Friedensmacht in Afghanistan wird leicht angehoben. Belgien schickt ein zweites Ausbildungsteam nach Afghanistan und will die afghanische Polizei verstärken.

Die Anhebung der Mittel war bereits früher von Verteidigungsminister De Crem (CD&V) vorgeschlagen worden und wurde am Freitag vom Ministerrat verabschiedet.

 

Belgien wird ein weiteres OMLT-Team in die nordafghanische Stadt Kunduz entsenden. OMLT bedeudet "Operational Mentoring and Liason Team". Das aktuelle Ausbildungs- und Verbindungsteam besteht aus Soldaten der Ardennen Jäger.

Belgien will auch zwei oder drei Polizisten sowie einen Richter für eine europäische Mission zur Unterstützung der afghanischen Polizei entsenden. Außerdem wird ein Sondergesandter für Afghanistan und Pakistan ernannt, der Belgien bei internationalen Beratungen vertreten muss.

Zusätzliche Entwicklungshilfe macht die belgische Regierung abhängig von mehr Offenheit und Transparenz bei den afghanischen Behörden, unter denen Korruption weit verbreitet ist.

NATO entsendet 7.000 weitere Soldaten nach Afghanistan

Die NATO-Mitgliedstaaten haben vereinbart, zusätzlich 7.000 Soldaten im Rahmen der ISAF-Mission nach Afghanistan zu entsenden.

25 Mitgliedstaaten sind bereit diese Truppen zu liefern, stellte ein zufriedener NATO-Generalsekretär fest: "Das ist Solidarität in Aktion", sagte Rasmussen "und stellt ein starkes Signal im Gelände selbst dar."

Die NATO-Truppen müssen zusätzlich zu den 30.000 US-Soldaten gezählt werden, die Barack Obama am Mittwoch angekündigt hatte.

Mit den neuen Truppen wird sich die Anzahl der ausländischen Soldaten in Afghanistan auf 140.000 erhöhen. Ziel ist es, die Taliban und Al-Kaida-Terroristen unschädlich zu machen, sodass die ausländischen Truppen nach 2011 allmählich abgezogen werden können. Ab dann sollen die afghanische Armee und Polizei die Sicherheit garantieren.