Tausende bei Kundgebung in Brüssel

Mehrere tausend Mitglieder der sozialistischen und liberalen Gewerkschaften haben in Brüssel für eine Verbesserung der Kündigungsbedingungen für Arbeiter protestiert. Die christliche Gewerkschaft nimmt nicht teil, sondern will die Problematik über Konzertierung lösen.

Die Gewerkschaften fordern unter anderem, dass die Kündigungsfrist für Arbeiter (3 Monate) auf die Dauer der Kündigungsfrist für Angestellte (20 Monate) angehoben wird. Diese Maßnahme soll den Arbeitern einen besseren Schutz gewähren, insbesondere da sie am härtesten von der Wirtschaftskrise getroffen werden.

Die Gewerkschaften hatten ihre Forderung am Montag bei Premierminister Yves Leterme (CD&V) vorgebracht. "Nach dem Gespräch mussten wir feststellen, dass unsere wiederholte Forderung nach einem besseren Schutz der Arbeiter, die von der Krise, die sie nicht verursacht haben, am schwersten getroffen sind, ohne Folgen blieb", so klang es bei den Gewerkschaften nach der Begegnung mit der Regierungspitze.

Die Kundgebung fand an der Brüsseler Madouplein statt, wo sich das Ministerium für Beschäftigung befindet.