Die Züge sind wieder unpünktlicher

Im Monat Oktober dieses Jahres erfuhr fast die Hälfte aller Fahrgäste der belgischen Eisenbahngesellschaft NMBS/SNCB Verspätungen von mehr als 6 Minuten auf ihren Fahrten.

Eine Umfrage des Bundes der Bahn-, Bus- und Tramnutzer unter Mitgliedern und anderen Kunden der öffentlichen Verkehrsmittel in Belgien brachte zutage, dass die etwa Hälfte aller Bahnfahrgäste unter empfindlichen Verspätungen zu leiden hat.

Der Fahrgastverband TreinTramBus (TTB) stellt im Gegensatz zur Bahnholding Infrabel fest, dass fast die Hälfte aller 7.500 getesteten Bahnfahrten mit Verspätungen von mehr als 6 Minuten verbunden waren.

63 % aller Fahrgäste und Bahnpendler in Richtung Hauptstadt Brüssel kommt zu spät dort an. Auffallend auch, dass 14 % aller fahrplanmäßiger Umsteige- und Anschlusszüge verpasst wurden.

Oftmals waren hier Wartezeiten von einer Stunde und mehr auf den nächsten Anschluss die Folge.
 

TTB ist unzufrieden.

Jan Van Severen, ein Sprecher von TreinTramBus, erklärt: „Die meisten Verspätungen beschränken sich auf 5 bis 10 Minuten, was nicht besonders katastrophal ist. Doch beunruhigend ist, dass die Zahl der Verspätungen und auch die der ausgefallenen Züge stetig weiter steigt.“

TreinTramBus will zudem vernommen haben, dass die Bahngesellschaft NMBS/SNCB und ihre Holding Infrabel planen, ab der nächsten Fahrplananpassung am kommenden 13. März seltener Anschlüsse garantieren will. Kommt ein Zug wesentlich zu spät, ist der Anschluss weg. Eine Verbesserung sei lediglich auf Ebene von Information und Kommunikation zwischen Fahrgästen und der Bahn festzustellen, so der Fahrgastverband.