Die Belgier reisen weniger

Im vergangenen Sommer haben die Belgier 6 % weniger Reisen bei den anerkannten Reiseveranstaltern gebucht. Dies gab der Dachverband der belgischen Reiseveranstalter ABTO bekannt. Als Gründe nannte der Verband die allgemeine Wirtschaftskrise, das schöne Wetter in unseren Breitengraden und die Schweinegrippe.

Die Schweinegrippe, die in Belgien überwiegend "Mexikanische Grippe“ genannt wird - nach dem vermeintlichen Herkunftsland des Virus - hält offenbar viele Landsleute davon ab, dorthin zu reisen, auch wenn die Preise für diese Bestimmung derzeit sehr günstig liegen.

Auch andere exotische Reiseziele in Südamerika oder in Asien leiden als Urlaubsländer unter dem Virus A/H1N1.

Citytrips und Kurzurlaube, wie Skiurlaube in den anstehenden Weihnachtsferien liegen aber weiter im Trend. Hier ist London als Citytrip weiterhin die absolute N°1, erst Recht, seit der neuen Schnellbahnstrecke in England, die die britische Hauptstadt näher an Belgien rückt.

Bei den Buchungen im Allgemeinen legte eigentlich nur das Reiseziel Frankreich zu. Unser Nachbarland festigte damit seine Marktführung und seine Popularität bei den Belgiern und vergrößerte die Kluft zu den anderen hier beliebten Reisezielen, wie Spanien und die Türkei. Hier gingen die Buchungen merklich zurück.

Auch Fernreisen wurden im Sommer weniger gebucht. Buchungen von Amerika-Reisen beispielsweise gingen um 25 % zurück.