Solarzellen sind billiger geworden

Der Preis für eine durchschnittliche Anlage für einen Privathaushalt ist um etwa 15 % gesunken. Bis 2015 sollen die Preise im Vergleich zu heute noch um die Hälfte sinken.

Bis vor etwa einem Jahr musste ein Privathaushalt für eine durchschnittliche Solaranlage auf dem Dach seines Hauses noch rund 20.500 € aufwenden.

Heute kostet solch eine Anlage nur noch etwa 17.000 €. Innerhalb der kommenden vier Jahre soll dieser Preis sogar noch um die Hälfte nach unten korrigiert werden.

Die flämische Landesregierung trägt in Sachen Zuschüsse für Solaranlagen für den privaten Gebrauch aber Rechnung mit diesen sinkenden Kosten. Wer bisher Solarzellen installierte, erhielt dafür so genannte „Grüner Strom-Zertifikate“. Doch diese sinken nächstes Jahr in ihrem Wert.

Für Solarzellen, die noch im laufenden Jahr installiert worden sind, beträgt dieser Wert 450 € pro Megawattstunde. 2010 geht dieser Wert um 100 € nach unten und in den Jahren danach werden diese Zuschüsse logischerweise weiter sinken. Wer trotz Solarzellen sein Haus nicht ausreichend isoliert, wird solche Zertifikate überhaupt nicht mehr erhalten.
 

Flanders Expo mit Solarzellen bedeckt

Seit dieser Woche ist das 53.000 m² große Dach der Messehallen Flanders Expo in Gent mit Solarzellen bedeckt. Dies ist die größte Solaranlage auf einem derartigen Messekomplex in Belgien.

In Zukunft soll diese Anlage die Messehallen mit Strom und Wärme versorgen. Sie ist fähig, im Laufe eines Jahres 1,5 Millionen Kilowattstunden pro Jahr zu liefern und könnte damit auch 454 Einfamilienhäuser mit Energie versorgen.

Die Idee kommt von einem Jungunternehmer aus Gent. Dieser mietet mit seiner Firma Dächer von Gebäuden, installiert Solaranlagen darauf, verkauft dem Immobilienbesitzer günstige Energie und speist den Rest der so gewonnenen Elektrizität gegen Vergütung in die Stromnetze ein.