7,2 Milliarden Euro für Klimaschutz

Auf dem EU-Gipfel in Brüssel haben die Staats- und Regierungschefs vereinbart, die CO2-Emissionen in der EU gegen 2020 um 30 % zu kürzen. Außerdem sollen die Entwicklungsländer in den kommenden drei Jahren 7,2 Milliarden Euro für Maßnahmen gegen die Erderwärmung erhalten.

Bis 2012 will die Europäische Union jährlich zirka 2,4 Milliarden Euro an Soforthilfe zahlen. Mit diesem Geld sollen die Entwicklungsländer unterstützt werden, um ihre CO2-Emission einzuschränken, die Abholzung ihrer Wälder zu bremsen und die Folgen der Klima-Erwärmung zu bekämpfen.

Die zugesagte Summe ist mehr als ursprünglich geplant.

Gleichzeitig will die EU ihre eigenen Emissionen gegen 2020 um 30 % - und nicht um 20 % wie anfangs vereinbart - verringern. Der Anteil der erneuerbaren Energien soll dann 20 % betragen.

Für den schwedischen Premierminister Fredrik Reinfeldt (Foto), der  den Vorsitz des Europäischen Rates innehat, ist das Abkommen ein dritter großer Erfolg. Zuvor hatte der Schwede den Vertrag von Lissabon endgültig verabschieden und die Wahl von Herman Van Rompuy als EU-Präsident durchboxen können.


 

Wer bezahlt wie viel?

Die EU-Mitgliedstaaten leisten unterschiedliche Beiträge zu den 2,4 Milliarden Euro für den Klimaschutz.

Großbritannien stellt 880 Millionen Euro bereit, Schweden ist mit 735 Millionen Euro dabei. Auch Frankreich (420 Millionen Euro) und die Niederlanden (300 Millionen Euro) gehören zu den großzügigen Geberländer.

Belgien zahlt 50 Millionen Euro in den Topf. Premierminister Yves Leterme wollte noch nicht sagen, ob das Geld aus der Entwicklungshilfe stammt oder aus neuen Mitteln.

Die Vereinbarungen, die die EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel getroffen haben, werden auf dem Internationalen Klimagipfel in Kopenhagen unterbreitet. Die EU hofft, dass andere Großmächte wie China und die Vereinigten Staaten ebenfalls ihren Beitrag leisten werden.