Greenpeace blamiert Sicherheitsdienste

Fotografen, Protokoll- und Sicherheitsdienste erwarteten den einen oder anderen EU-Regierungschef auf dem roten Teppich. Aus der silbergrauen Limousine entstiegen aber Greenpeace-Aktivisten, denen es mit der Aktion gelungen war, die streng bewachte Sicherheitszone zu durchbrechen.

Vor den verblüfften Sicherheitsdiensten forderten die Aktivisten die EU-Behörden auf, Maßnahmen für den Klimaschutz zu ergreifen.

Die elf Greenpeace-Aktivisten, denen dieser "Coup" gelang, bleiben vorläufig in Haft. Ihr Fahrzeug wurde beschlagnahmt.

Sie werden der Einmischung in ein öffentliches Amt, der Urkundenfälschung und Benutzung gefälschter Ausweise beschuldigt.

Greenpeace zufolge war die Organisation dieser Protestaktion sehr einfach: Es genügte Limousinen zu mieten, sie umzubauen und die Aktivisten in seriöse Anzüge zu stecken. Sie trugen ebenfalls gefälschte Zugangspässe bei sich.

Polizeisprecher bestreitet Sicherheitsmängel

"Hätten wir gedacht, dass jemand so dumm sein würde, derart gefährliche Aktionen zu unternehmen, wäre es nicht so weit gekommen", reagierte der Sprecher der Brüsseler Polizei, Christian De Coninck.

Sicherheitsmängel gäbe es bei einem EU-Gipfeltreffen jedoch nicht: "Wenn Menschen schweres Material verwenden, um die Wagen der Polizei nachzubauen und die Zugangspässe zu fälschen, kann natürlich jeder in die Sicherheitszone gelangen", so De Coninck noch.