Interessenkonflikt vom Tisch

Die flämische Beschäftigungsminister, Philippe Muyters, und seine Amtskollegin auf Bundesebene, Joëlle Milquet, haben ihre Auseinandersetzung über Anpassungen am Beschäftigungsplan der Bundesministerin beigelegt.

Muyters und Milquet konnten sich über Unterstützungsmaßnahmen für junge Arbeitslose einigen.

Grundsätzlich waren die Parteien sich über den Beschäftigungsplan einig: eine Prämie - in erster Instanz - von 1.000 Euro für Arbeitgeber, die jüngere (unter 26 J.) und ältere (+50 J.) Arbeitslose einstellen. Für die Jugendlichen galt als Voraussetzung, dass sie höchstens einen Sekundarschulabschluss besitzen.

Die flämische Landesregierung wollte jedoch differenzieren zwischen Jugendliche mit und ohne Abschluss.

Flandern bot Milquet (Foto) einen Kompromiss an, den sie verweigerte. Daraufhin drohte die flämische Regierung mit einem Interessenkonflikt.
 

Kompromiss

In dem Beschäftigungplan wird der von Flandern geforderte Unterschied gemacht. Für Jugendliche ohne Abschluss werden die Unternehmen schneller eine höhere Prämie von 1.300 Euro monatlich erhalten. Für Jugendliche mit Abschluss bleibt die Prämie bei 1.000 Euro monatlich.

Die flämische Regierung wollte Jugendlichen, die länger als ein Jahr arbeitslos sind, ebenfalls eine Prämie geben. Für diese Kategorie einigte man sich schließlich auf eine Summe von 750 Euro.