De Crem bei Gates in Washington

Verteidigungsminister Pieter De Crem (CD&V) will, dass die belgische Bundesregierung bis spätestens Ende Januar 2010 einen Entschluss zum weiteren Engagement unseres Landes in Afghanistan fällt. De Crem sagte dies nach einem Treffen mit seinem amerikanischen Amtskollegen Robert Gates in Washington.

Verteidigungsminister De Crem nimmt derzeit an den Feierlichkeiten zum 65. Jahrestags der „Ardennenschlacht“. Am Rande der Veranstaltung sprach De Crem mit Gates auch über die Afghanistan-Frage.

Die USA gaben unlängst bekannt, dass sie ihr Kontingent in Afghanistan im Kampf gegen die Taliban um 30.000 Soldaten verstärken werden und dass sie in diesem Zusammenhang auch mit mehr Engagement von Seiten Europas rechnen.

Derzeit sind etwa 600 belgische Soldaten in Afghanistan im Einsatz. In erster Linie bewachen sie den internationalen Flughafen der Hauptstadt Kabul. In Kunduz im Norden des Landes sind zudem eine Kampfeinheit der Luftwaffe mit F-16-Bombern und ein Wiederaufbauteam der Armee stationiert.

Deren Mandat läuft noch bis Ende 2010. Vor kurzem wurde zudem eine leichte Erhöhung des belgischen Kontingents um Ausbilder und Zivilpersonal (u. a. Juristen) in die Wege geleitet.

USA sehen belgischen Einsatz positiv

Die Vereinigten Staaten wünschen sich, dass Belgien den Einsatz seiner Truppen in Afghanistan verlängert. Deshalb fordert Verteidigungsminister De Crem von seinen Regierungskollegen in Brüssel auch schnell eine dahingehende Entscheidung – möglichst noch bis Ende Januar 2010.

Am 28. Januar findet in London eine internationale Konferenz über Afghanistan statt. Wie danach der belgische Einsatz in Afghanistan aussehen soll, hängt auch vom Ausgang dieser Konferenz ab, wie ein Sprecher De Crems gegenüber den Medien erklärte.

Der Verteidigungsminister selber gab an, dass die USA mit der Arbeit der Belgier in Kabul und Kunduz zufrieden sind, denn „unser Beitrag wird sehr substantiell geleistet.“
 

Ardennenoffensive

Belgiens Verteidigungsminister Pieter De Crem hält sich in Washington auf, um dort an den Feierlichkeiten zum 65. Jahrestag der „Ardennenoffensive“ teilzunehmen.

Im Winter 1944 bildete die so genannte „Rundstedt-Offensive“ an der Westfront in den belgischen Ardennen und im Hohen Venn die letzte Offensive von Nazi-Deutschland im II. Weltkrieg.

Doch auch diese Offensive konnte – allerdings unter hohen Verlusten auf beiden Seiten und bei der Zivilbevölkerung – von den Alliierten, im besondern von den Amerikanern gewonnen werden.