Mechelen klagt wegen Zenne-Verschmutzung

Die Stadt Mechelen hat sich dazu entschlossen, nach der Verschmutzung der Zenne durch ungeklärtes Abwasser aus Brüssel mehrere Institutionen zu verklagen.

Währenddessen beklagen Umweltschützer und die flämische Natur- und Forstbehörde (INBO), das in dem Fluss keine Fische mehr schwimmen. Bei INBO geht man nicht davon aus, dass die Fische aus der Zenne tot sind. Sie seien wohl in andere Flussläufe abgewandert.

Ob sie dort der Umweltverschmutzung durch Brüssels ungeklärtes Abwasser entgehen, bleibt dahingestellt, denn das Brackwasser fließt auch in die der Zenne angeschlossenen Rupel und letztendlich über die Schelde in die Nordsee.

Inzwischen hat sich die Stadt Mechelen, durch deren Gemeinde die Zenne fließt, die Betreibergesellschaft der nicht funktionierenden Brüsseler Kläranlage, Aquiris, die Region Brüssel-Hauptstadt und die Brüsseler Landeswassergesellschaft verklagt.

Mechelens Bürgermeister Bart Somers (Open VLD - Foto) und die dortige Stadtverordnete für Umwelt, Marina De Bie (Groen!) wollen damit einen offensiven Kurs fahren, um die Klärtätigkeiten in Brüssel so schnell wie möglich wieder anlaufen zu lassen. „Ab jetzt zählt jede Stunde“, so Somers zur Begründung der Klage.

Vorher hatten bereits die Hauptstadtregion Brüssel und weitere Einrichtungen gegen die Betreibergesellschaft der Kläranlage geklagt. Weitere Klagen sind zu erwarten.