Brüsseler Klärwerk funktioniert wieder

Das Klärwerk im Norden Brüssels, dass einen Großteil der Abwässer der belgischen Hauptstadt vor der Einleitung in den Fluss Zenne klärt, ist seit Samstagnachmittag nach mehreren Tagen endlich wieder voll im Einsatz.

Dies hat die Brüsseler Umweltministerin Huytebroeck (Foto) mit der Betreibergesellschaft Aquiris abgesprochen. Die Ministerin hatte wenige Stunden zuvor gemeinsam mit der Umweltinspektion einen unangekündigten Besuch des Klärwerks durchgeführt.

Schon am Freitag hatte ein Gericht mit einer einstweiligen Verfügung die sofortige Wiederaufnahme der Abwasserklärung angeordnet. Ansonsten musste die französische Betreibergesellschaft 300.000 Euro täglich zahlen.

Aquiris befürchtet Schäden an der Anlage, die durch die zu rasche Wiederinbetriebnahme verursacht werden könnten und kündigte an, hierfür werde die Region Brüssel gegebenenfalls verantwortlich gemacht.

Die Abwässer von über 1,1 Million Einwohner waren seit einer Woche ungeklärt in die Zenne abgeleitet worden.

Dies hatte vor allem im direkt vom Fischsterben in mehreren Flüssen betroffenen Flandern für große Verärgerung und eine Klage der flämischen Umweltministerin gesorgt. Auch die Brüsseler Region fordert gerichtlich eine Entschädigungszahlung.