Sportler 2009: Clijsters und Gilbert

Auf einem Galaabend in Ostende ist Tennisspielerin Kim Clijsters zur besten Sportlerin des Jahres und Radsportler Philippe Gilbert zum besten Sportler des Jahres ausgezeichnet worden. Der Preis wird vom belgischen Verband der Sportjournalisten vergeben.

Im Alter von 27 Jahren erlebte Philippe Gilbert in diesem Jahr den Höhepunkt seiner Radsportkarriere.

Zum Ende der Saison gewann Gilbert Paris-Tours, die Lombardei-Rundfahrt und die Coppa Sabbatini. Auch in der Piemonte-Rundfahrt, bei der Ster Elektrotoer und einer Etappe im Giro d'Italia war Gilbert siegreich.

Daneben häufte er Podiumplätze bei u. a. der Flandern-Rundfahrt (Dritter), Lüttich-Bastogne-Lüttich (Vierter) und wurde bester Belgier in der Weltmeisterschaft.

"Ohne meine Teamgefährten hätte ich das nie geschafft und ich will mich bei ihnen bedanken", so Gilbert.

Bei der Abstimmung hatte Philippe Gilbert mehr als doppelt so viele Punkte (856) wie der Zweitplatzierte, Querfeldeinfahrer Niels Albert (377). Dritter war Baskettballspieler Didier Mbenga (236).

Gilbert tritt somit in die Fußstapfen eines anderen Radsportlers: Querfeldeinradfahrer Sven Nys hatte die Trophäe 2008 gewonnen.

 

Zum sechsten Mal Sportlerin des Jahres

Kim Clijsters wurde von den Sportjournalisten bereits zum sechstem Mal mit dieser Trophäe ausgezeichnet. Sie bekam 836 Punkte und schnitt damit besser ab als Tennisspielerin Yanina Wickmayer (594) und Leichtathletin Eline Berings (487).

2009 war das Jahr des Come-backs der ehemaligen Weltranglistenersten. Das erste Grand-Slam-Turnier, das sie spielte, war ein Volltreffer: Clijsters gewann das US Open und schlug u. a.  die Topfavoritinnen Venus und Serena Williams.

"Es war ein Jahr mit vielen Extremen", reagierte Clijsters. Anfang des Jahres war ihr Vater an Krebs gestorben: "Das hat mich auch stark gemacht."

Im vergangenen Jahr war die Hochspringerin Tia Hellebaut, dank ihrer Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Peking, zur Sportlerin des Jahres gekürt worden.

Talent des Jahres: Romelu Lukaku

Der Stürmer des Brüsseler Erstligisten, Romelu Lukaku, ist von den Sportjournalisten zum Sporttalent des Jahres ausgerufen worden.

In der gesamten Saison entpuppte sich der 16-Jährige als ein unverzichtbarer Spieler in der Basis. Lukaku bekam 284 Punkte, vor Autorennfahrer Bertrand Baguette (196) und Leichtathletin Anne Zagré (185).

Bestes Team wurde die 4-x-400-m-Staffel mit Kevin Borlée, Nils Duerinck, Antoine Gillet und Cédric Van Branteghem, die auf den Weltmeisterschaften in Berlin nur knapp eine Bronzemedaille verpassten.

Die Trophäe für seine gesamte Sportlerkarriere bekam Triathlet Luc Van Lierde. Er gewann zweimal den Ironman von Hawai und wurde auch schon zwei Mal als Sportler des Jahres gewählt.