Autoproduktion um 25 % gesunken

Bei den vier großen belgischen Autofabriken Audi Brüssel, Opel Antwerpen, Ford Genk und Volvo Gent sind im zu Ende gehenden Jahr 2009 rund 171.000 Fahrzeuge weniger montiert worden, als im vorangegangenen Jahr.

Die frankophone belgische Wirtschaftszeitung L’Echo berechnete diese Zahl aufgrund der Produktionszahlen der Autofabriken. Demnach ging die Gesamtproduktion dieses Jahr von 688.295 Fahrzeugen auf 517.000 zurück. Ein Rückfall um 24,87 %.

Bei Ford im limburgischen Genk, wo in erster Linie größere Fahrzeuge - zum Beispiel das S-Max-Modell - montiert werden, wurde ein Produktionsrückgang um sogar 36 % konstatiert. Die Folge: Tagelange Kurzarbeit.

Bei Audi im ehemaligen Brüsseler Volkswagenwerk im Stadtteil Vorst ging die Montage von 86.000 2008 auf jetzt 63.000 Modelle zurück. Auch beim von Schließung bedrohten Opel-Werk in Antwerpen sind die Zahlen schlecht. Zum ersten Mal überhaupt fielen die Produktionszahlen des Astra-Modells unter 100.000 Stück auf Jahresbasis.

Etwas besser lief die Montage bei Volvo in Gent. Hier blieb es bei etwa 181.000 gebauten Autos der Typen C30, S40 und V50 bei einem Status Quo. Die eher kleineren Volvo-Modelle erfreuen sich offenbar bei den Autokäufern noch großer Beliebtheit.
 

Sinkende Absatzzahlen

Im zu Ende gehenden Jahr 2009 gingen die Verkaufszahlen für neue Autos in Belgien drastisch zurück. Vor allem in der ersten Jahreshälfte, also in den dramatischsten Monaten der Wirtschafts- und Finanzkrise, sanken die Absatzzahlen spektakulär.

Danach konnte wieder eine leichte Zunahme registriert werden. Trotzdem warnte Wilson De Pril vom belgischen Metall-Industrieverband Agoria in L’Echo, „dass das Produktionsniveau alarmierend tief droht zu werden.“ Innovation käme derzeit lediglich aus der Ebene der Zulieferer und der Subunternehmer, so De Pril weiter.