Tsunami: Belgier suchen Angehörigen

Der verheerende Tsunami, der vor fünf Jahren die Region um den Indischen Ozean heimsuchte, hat möglicherweise nicht nur 10 sondern 11 belgische Opfer gefordert. Eine belgische Familie sucht noch immer nach einem bisher vermissten Angehörigen.

Die Familie von Jacques Kirsch aus Genval in Wallonisch-Brabant, der im Dezember 2004 in Phuket in Thailand verschwand, will sich nun selbst auf die Suche ihres vermissten Angehörigen machen. Aber, dazu fehlt ihr das Geld.

Die Familie Kirsch ist enttäuscht von den belgischen Behörden. Sie hätten ihre Versprechen nicht eingehalten, heißt es in der frankophonen Tageszeitung La Dernière Heure.
 

2006 wurde die Familie des damals 37jährigen von den Behörden darauf Aufmerksam gemacht, dass noch etwa 800 nach dem Tsunami gefundene Leichen nicht identifiziert seien.

Bis 2007, so hieß es damals, solle man von den vorgenommenen DNA-Untersuchungen unterrichtet werden, doch bis heute ist wohl nicht geschehen, so Familie Kirsch in La Dernière Heure.

Schon damals habe die Familie versucht, von den Behörden Neues zu erfahren, doch niemand habe sich zuständig erklären können oder wollen. Bisher blieben die ersten eigenen Ermittlungen der Betroffenen erfolglos.