Sparwut der Belgier weiter ungebrochen

Die Belgier haben ihr Geld 2009 wieder vermehrt auf Sparkonten eingezahlt. Insgesamt waren Ende 2009 rund 180 Milliarden Euro so angelegt worden. Das entspricht einer Zunahme von 30 Prozent oder 40 Milliarden Euro.

2009 war ein gutes Jahr für die Börse, aber das Katastrophenjahr 2008 hat den Menschen Angst eingejagt. Viele Menschen haben ihr Geld vorübergehend auf ein Sparkonto eingezahlt. Das hat eine Umfrage bei den belgischen Großbanken ergeben.

"Wir hatten eine große Finanzkrise mit unbekanntem Ausgang", betont Pamela Renders vom Bankenverband Febelfin. "Viele Kunden haben auf Risikoprodukte verzichtet und ihr Geld sicher angelegt, obwohl das weniger einbringt."

Insbesondere Internetsparkonten waren 2009 beliebt. So stieg die Zahl der Internetsparer bei Dexia 2009 um 250.000.

Der Zins bei den meisten Sparkonten liegt derzeit bei rund 1 Prozent. Eine Erhöhung ist normalerweise erst in Sicht, wenn die Europäische Zentralbank die Leitzinsen erhöht. Damit ist laut Experten erst nach 2010 zu rechnen.

Die Banken gehen davon aus, dass die Belgier 2010 langsam aber vorsichtiger als in der Vergangenheit wieder an die Börse zurückkehren oder in andere riskantere Geldanlagen investieren werden..