VRT: "Keine kollektiven Entlassungen"

Der einstweilige Intendant unseres Senders VRT, Piet Van Roe, hat seine Neujahrsansprache gehalten. "Die Organisation muss straffer werden, es muss gespart werden und wir brauchen wieder die Unterstützung politischer Verbündeter", so sein Plädoyer.

Piet Van Roe wollte nicht lange um den heißen Brei reden und begann gleich mit dem bitteren Ernst.

Das crossmediale Modell sei gut, aber die Struktur der VRT müsse korrigiert werden. "Die Struktur wird weitestgehend vereinfacht. Begonnen wird dabei mit der Direktion", versprach Van Roe. Das alles soll schnell geschehen, "denn wir haben keine Zeit zu verlieren", so der ad interim Intendant.

Beim Personal und mit den Mitteln sparen

Die angekündigten Sparmaßnahmen seien laut Van Roe eine sehr harte Nuss, die geknackt werden müsse. Die VRT müsse mit weniger Personal auskommen, aber es werde keine kollektiven Entlassungen geben. "Ich werde alles daran setzen, um Entlassungen zu vermeiden." Die Einsparungen würden von oben nach unten erfolgen, so Van Roe noch.

Auch in den eigenen Programmen wird das Messer angesetzt, "trotzdem werden wir weiterhin auf eine starke Produktion setzen." Es wird also nicht unbedingt weniger Programm geben, sondern das Programm wird mit weniger Mitteln produziert.

"Wieder Verbündete gewinnen"

Van Roe will, dass die VRT künftig wieder die Unterstützung politischer Verbündeter sucht. "Die VRT hat sehr wenig Verbündete und das gilt für alle politischen Familien", sagte er. "Das ist mir am meisten aufgefallen, seit ich wieder an der Spitze der VRT stehe." Das will der Intendant, der so lange im Amt bleibt, bis ein neuer CEO für die flämische Rundfunkanstalt gefunden wird,  schnellstmöglich ändern

Außerdem rief Van Roe das Personal auf, keine Konflikte heraufzubeschwören. "Wir müssen Zwischenfälle und unnötige Provokationen vermeiden."