Festnahme nach Doppelmord

In der limburgischen Ortschaft Halen wird seit Mittwochmorgen das Haus des Nachbars der ermordeten jungen Frau durchsucht. Sie war zusammen mit ihrem Freund am Samstag tot in einem ausgebrannten Wagen gefunden worden.

Gesternmorgen hatte die Polizei gewartet, bis der Mann seine Kinder zur Schule gebracht hatte, bis sein den Tatverdächtigen festnahm. Bei der anschließenden Hausdurchsuchung wurden keine materiellen Beweise für eine Tatbeteiligung gefunden.

Es handelt es sich um den 38-jährigen Nachbarn des getöteten Mädchens. Nach seinem Verhör musste er die Nacht in Polizeigewahrsam verbringen. Der Untersuchungsrichter entschied am Vormittag, dass er weiter in U-Haft bleibt.

Die 18-jährige Shana Appeltans und ihr 22-jähriger Freund Kevin Paulus waren am Samstagmorgen unter mysteriösen Umständen tot aufgefunden worden. Ihre verkohlten Leichen waren in einem Autowrack entdeckt worden und wiesen Schusswunden auf. (Foto)

Die Familie der ermordeten jungen Frau kann sich nicht vorstellen, dass der Mann – ein unauffälliger Lehrer – etwas mit dem Fall zu tun hat. „Wir hatten kaum Kontakt zu dem Mann, aber dass er so etwas tun könnte, glauben wir einfach nicht“, sagte der Großvater.

In den Medien wird über einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Doppelmord und zwei weiteren bisher nicht gelösten Morden spekuliert. Hierbei handelt es sich unter anderem um den Fall der vor drei Jahren getöteten Annick Van Uytsel. Der Mörder der 18-Jährigen wurde nie gefasst.

Die zuständige Staatsanwaltschaft von Leuven (Löwen) stellte aber klar, dass es hierfür vorerst keine Anhaltspunkte gebe.