Kälte, Schnee und heftige Windböen

Die Kombination von Frost, Schnee und Sturm hatte im belgischen Inland im Laufe des Samstags nicht zum erwarteten Verkehrschaos geführt. Gerechnet wurde zuerst damit, dass es nicht nur im Autoverkehr, sondern auch bei den öffentlichen Verkehrsmitteln zu großen Behinderungen kommen sollte. Große Probleme blieben aber aus.

"Wer seine Wohnung nicht wirklich verlassen muss, bleibt besser zuhause." Diesen Rat gaben seit Freitagabend alle Meteorologen in Belgien. Gerechnet wurde mit intensivem Schneetreiben bei gleichzeitiger Straßenglätte im ganzen Land.

Im Laufe des Vormittags gestaltete sich die Verkehrslage auf den Autobahnen in der Provinz Lüttich etwas problematisch. Auf den Autobahnen Richtung Deutschland - Aachen, bzw. Trier - kam es zu LKW-Unfällen. Die Streudienste waren im Dauereinsatz, konzentrierten sich aber in erster Linie auf die Hauptstraßen und die Autobahnen.

Alles in Allem blieb das erwartete Chaos aber aus, denn die Verkehrsteilnehmer verhielten sich eher vorbildlich und Wetterdienste, Verkehrsbehörden und Automobilclubs taten ihr Bestes, um die Öffentlichkeit ständig auf dem Laufenden zu halten.

Bahn und öffentliche Nahverkehrsgesellschaften setzten schon am frühen Samstagmorgen verstärkt Räumfahrzeuge ein, aber trotzdem war mit zahlreichen Verspätungen zu rechnen. Nicht auszuschließen war, dass auch manche Zugverbindungen ausfallen mussten.

Doch auch hier hielten sich die Probleme in Grenzen. Wegen der Straßenglätte in den Großstädten fuhren viele Linienbusse nicht aus.

Am Brüsseler Nationalflughafen in Zaventem wurden im Laufe des Samstags etwa 30 Flüge gestrichen, da es nicht möglich war, die Start- und Landebahnen permanent schnee- und eisfrei zu halten und da einige Flughäfen im europäischen Ausland nicht erreichbar waren - u. a. der von Frankfurt.