Skinheads müssen 2 bis 4 Jahre hinter Gitter

In Brügge sind drei Skinheads wegen eines rassistischen Übergriffs auf einen 50-jährigen schwarzen Mann aus Paris und seinen Freund zu zwei bis vier Jahren Haft verurteilt worden. Zwei weitere Angeklagte erhielten eine Arbeitsstrafe von 200 Stunden oder 12 Monate Haftstrafe.

Im Mai 2006 hatten 5 Skinheads in Brügge einen schwarzen Mann und einen 37-jährigen Freund aus Ichtegem ohne Anlass angegriffen. Die fünf Skinheads kamen aus einem Café, in dem sie gefeiert hatten und waren unterwegs in die Innenstadt.

Der Franzose lag nach dem Übergriff einige Wochen im Koma und ist später an den Folgen seiner Verletzungen gestorben. Sein Freund wurde schwer verletzt, hat sich inzwischen aber wieder erholt. Dieser rassistische Zwischenfall führte zu vielen Reaktionen. Es folgten verschiedene öffentliche Versammlungen und Märsche gegen Rassismus und sinnlose Gewalt.

Die Zivilparteien erhielten eine Entschädigung von 15.000 Euro. Davon fließen 1.000 Euro in das Zentrum für Chancengleichheit und Rassismusbekämpfung.